Fontan-Operation



Abb. 50: Extrakardiale Fontan-Operation bei Hypoplastischem Linksherzsyndrom

Die Fontan-Operation erfolgt in der Regel im Alter von 2-3 Jahren nach vorheriger Glenn-Operation. Sie hat zum Ziel, den venösen Rückstrom aus der unteren Körperhälfte direkt in die Lunge am Herzen vorbei zu bringen. Nach der erneuten Brustkorberöffnung wird die Herz-Lungen-Maschine angeschlossen und am schlagenden Herzen die untere Hohlvene vom rechten Vorhof abgetrennt. Anschließend wird die untere Hohlvene an ein Kunststoffrohr angenäht und dieses Rohr außerhalb des Herzens gelegt und mit der rechten Lungenschlagader verbunden (* in Abb. 50 und 51). Häufig wird ein kleines Röhrchen seitlich an dieses Rohr angeschlossen und mit dem rechten Vorhof verbunden, um einen Überlauf zu ermöglichen (Fontan-Fenestrierung).



Abb. 51: Extrakardiale Fontan-Operation bei Trikuspidalatresie

Nach dieser Operation ist die Kreislaufumstellung komplett, d.h. das Blut fließt passiv in den Lungenkreislauf, kommt als sauerstoffreiches Blut ins Herz und wird anschließend in den Körperkreislauf gepumpt.

Hier besteht ein geringes bis mittleres OP-Risiko. Der Sauerstoffgehalt des Blutes ist nach dieser Operation fast normal. Häufig sammelt sich nach der Operation für eine gewisse Zeit Wasser um die Lunge herum (Pleuraerguss), das über Wunddrainagen aus dem Körper geleitet wird. Dieses Problem kann teilweise durch die Fontan-Fenestrierung abgemildert werden.

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