Pulmonalklappenstenose



Abb. 13: Verengung der Lungenschlagaderklappe

Bezeichnung: Verengung der Lungenschlagaderklappe (Kürzel: PS)

Beschreibung: Eine isolierte Verengung der Lungenschlagaderklappe findet sich bei 5 bis 10% aller angeborenen Herzfehler. Es liegt eine Verklebung einer oder aller drei Klappensegel vor, wodurch diese sich nicht richtig öffnen können. Das Spektrum reicht dabei von einer gering verengten Pulmonalklappe bis zur hochgradigen kritischen Pulmonalstenose des Neugeborenen.

Krankheitszeichen: Herzgeräusch und verminderte Belastbarkeit. Evtl. Zyanose (=Blausucht).

Therapie: Eine Behandlung erfolgt bei Vorliegen von Beschwerden bzw. bei einem Spitzendruckgradienten von 50 mmHg in Ruhe.
Zunächst wird eine Vergrößerung der Klappenöffnung unter Erhalt der Herzklappe versucht. Dies erfolgt in der Regel durch eine Ballondilatation im Rahmen eines Herzkathetereingriffes mit exzellentem Langzeitergebnis.
In wenigen Fällen ist im Verlauf des Lebens der Ersatz der Herzklappe notwendig. Als Ersatzklappen kommen künstliche Herzklappen, menschliche Klappentransplanate oder Bioklappen aus tierischem Herzbeutelgewebe infrage.

Langzeitprognose: Sehr gut. Nach der Operation ist mit einer guten körperlichen Belastbarkeit und unbeeinträchtigten Lebensführung zu rechnen.

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